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Zahlen oder pendeln: die Qual der Wahl

Wedel, 02.05.2019 - news/ schwier & partner Immobilien

 

Zahlen oder pendeln: die Qual der Wahl 

 

Große Scheu vor Wohneigentum: Immer mehr Hamburger drücken sich vor dem Immobilienkauf. Dabei lockt das weite Umland mit günstigen Investitionen. Wer lange Pendelstrecken in Kauf nimmt, profitiert von preiswerter Lebensqualität.

Dass Hamburg ein teures Pflaster ist, weiß längst nicht nur der Insider. Dass sich die Wucherpreise aber bis ins Umland wie Wedel, Moorrege oder Heist ziehen, versetzt so manchen Neuankömmling in Erstaunen. Doch es gibt Grund zum Aufatmen: Häuser im nahegelegenen Itzehoe zum Beispiel sind um bis zu zwei Drittel günstiger als im Hamburger Speckgürtel. Der einzige Nachteil: weite Pendelstrecken bis ins Stadtzentrum.

 

 

HAMBURGER UMLAND VON BAUBOOM ÜBERFORDERT

 

Hamburg ist hoffnungslos überfüllt. Mit rund 1000 verkauften Reihenhäusern, 610 Doppelhaushälften und 1100 Einfamilienhäusern ist die Hansestadt am räumlichen Limit. Wer jedoch auf eine entspanntere Lage im Hamburger Umland hofft, hofft vergebens. Ob Wedel, Elmshorn oder Holm – auch die Region ächzt unter der Last des beträchtlichen Zuzugs. Dabei ist die Misere zum Teil sogar selbst verschuldet. Hätten die umliegenden Städte und Gemeinden frühzeitig mit umfangreichen Neubauprojekten auf die enorme Zuwanderungswelle reagiert, wären sie jetzt nicht bis zum Zerreißen gespannt. Günstig wohnen und Hamburger Luft schnuppern sei Experten zufolge nur mehr in weiterer Entfernung möglich. Im benachbarten Schleswig-Holstein oder Niedersachsen zum Beispiel.

 

EXPERTENTIPP: DAS GROSSE GANZE BETRACHTEN

 

Immobilienspezialisten wie schwier & partner warnen: Der Preis allein ist nicht das Nonplusultra. Auf das große Ganze kommt es beim Kauf einer Immobilie an. Nicht selten entpuppen sich weite Pendelstrecken und schlechte Verkehrsanbindungen als versteckte Kostenfallen. Lässt der öffentliche Nahverkehr zu wünschen übrig, muss oft ein zweites Auto her. Ebenfalls zu bedenken gibt die Kinderbetreuung in ländlichen Regionen. Während Hamburg mit attraktiven Ganztagsangeboten lockt, finden sich auf dem Land häufig nur dürftige Halbtags-Programme. Nicht umsonst empfehlen Experten eine umfassende Analyse vor der Kaufentscheidung, die neben dem Immobilienpreis auch weitere Faktoren wie Infrastruktur, Kinderbetreuung und Einkaufsmöglichkeiten berücksichtigt. Und nicht zu vergessen: die persönliche Einstellung. Wer sich nicht mit einem ruhigen Kleinstadt- oder Landleben anfreunden kann, findet sein Wohnglück womöglich nicht im weiten Umland. Die Stadtimmobilie lässt sich zwar deutlich mehr kosten, überzeugt im Gegenzug aber mit der gewünschten Lebensqualität.


Matthias Schwier

schwier & partner Immobilien

Rosengarten 3

22880 Wedel

T: 04103 70 30 823


Tornesch in Raumnot:

Bauboom stellt Stadt vor räumliche Ratlosigkeit

Wedel, 29.04.2019 - news/ schwier & partner Immobilien

 

Tornesch in Raumnot: Bauboom stellt Stadt vor räumliche Ratlosigkeit

 

Platzmangel in Tornesch: Die Kleinstadt im Kreis Pinneberg platzt aus allen Nähten. Schuld ist der Bauboom. Einwohnerzahl und Fläche sind nicht mehr in Einklang zu bringen.

 

Eines kann man Tornesch nicht vorwerfen: Baustillstand. Ein Neubauprojekt jagt das nächste. Gerade das Großprojekt Tornesch am See entpuppt sich als Käufermagnet. Der beste Beweis: die steigenden Einwohnerzahlen. Während sie im September 2017 noch bei bescheidenen 13.601 lagen, kletterten sie bereits im Juli 2018 auf stolze 14.300. Zwar freut sich die Tornescher Bürgermeisterin Sabine Kählert über die Attraktivität ihrer Stadt, die Schattenseiten des massiven Zuzugs aber geben ihr zu denken.

 

Nicht nur die Schulen und Kitas seinen hoffnungslos ausgelastet, auch die Volkshochschule und städtische Infrastruktur kämen dem Bauboom nicht mehr nach. Die Kleinstadt hat sich übernommen. Jetzt heißt es handeln. Gerade in Sachen Infrastruktur muss Tornesch nachrüsten.

 

ZUZUG MIT ÜBERRASCHENDEM AUSMASS

 

Wie es in Tornesch überhaupt zur Raumnot kommen konnte? Die Einwohner und Behörden haben das Ausmaß des Zuzugs wohl unterschätzt. Schließlich befinden sich unter den Neubürgern nicht nur Familien mit Kindern. Auch ältere Tornescher, die ihre alten Immobilien vermietet und in die modernen Neubauten investiert haben, treiben die Zahlen drastisch nach oben.

 

RÄUMLICHER IDEENMANGEL IN TORNESCH

 

Auf sich sitzen lassen kann die Kleinstadt den Raummangel allerdings nicht. Eine neue Kita ist zwar längst beschlossen, sucht aber noch immer nach einem bezahlbaren Bauträger. Zu voll sind die Auftragsbücher der Baufirmen, überteuerte Abwehrangebote legen den Baubeginn auf Eis.

 

Genauso eng ist es an den Tornescher Schulen geworden. Bislang brachten die Container an der Grundschule noch die Familienbildungsstätte Wedel (FBS) in sich unter, müssen ihr den Platz nun aber aus Eigenbedarf streichen. Eine räumliche Alternative ist bislang aber nicht in Sicht. So beschränkt sich das aktuelle Kursangebot derweil auf Einzeltermine. Zum Vergleich: In ihren besten Zeiten haben bis zu 100 Familien pro Woche die Eltern-Kind-Angebote der FBS Wedel in Anspruch genommen.

 

Unter akutem Raummangel hat auch die Volkshochschule Tornesch zu leiden. Von morgens bis abends sind alle Räume voll ausgelastet. Händeringend wird nach Ausweichmöglichkeiten und neuen Mitarbeitern gesucht. Mit einer räumlichen Entlastung aber kann das überfüllte Tornesch derzeit nicht dienen.

 

HOFFNUNGSLOS ÜBERFÜLLTE ARZTPRAXEN

 

Die angespannte Lage macht sich aber nicht nur an den Bildungsstätten bemerkbar. Auch die Arztpraxen stöhnen unter den Folgen des Baubooms. Innerhalb von fünf Jahren ist die Patientenzahl fast auf das Doppelte angestiegen.


Matthias Schwier

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Wohnwahnsinn im Hamburger Umland

Wedel, 26.04.2019 - news/ schwier & partner Immobilien

 

Wohnwahnsinn im Hamburger Umland

 

"Überlaufeffekt" nennen Experten den Wohnwahnsinn im Hamburger Umland. Da Immobilien in der Stadt nahezu unbezahlbar geworden sind, richten Kaufinteressenten ihren Blick in Richtung Umland. Zwar liegen die Kaufpreise in der Region noch deutlich unter dem Hamburger Durchschnitt, steigen aber rasant an.

 

HAMBURGER IMMOBILIENMARKT IM AUSNAHMEZUSTAND

 

Immobilien im Großraum Hamburg befinden sich weiter auf Wachstumskurs. Und der Wohnwahnsinn nimmt kein Ende. "Eine Preisblase ist nicht in Sicht, weder in Hamburg noch in Deutschland allgemein", so Jens Grelle, Vorstand der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg. In Zahlen gesprochen: Durchschnittlich bringt es ein Haus im Hamburger Stadtgebiet inzwischen auf 4037 Euro pro Quadratmeter. Damit ist erstmals die 4000 Euro-Marke geknackt. Das macht einen Preisanstieg von insgesamt 4,4 Prozent.

 

Auch im Hamburger Umland macht sich der sogenannte "Überlaufeffekt" bemerkbar. Um 7,2 Prozent, rund 2397 Euro pro Quadratmeter, ist der Kaufpreis für gebrauchte Häuser hier hochgeklettert. Am stärksten zeichnet sich der Wohnwandel an der direkten Hamburger Stadtgrenze mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ab. Hier erreichen die Kaufpreise beinahe Stadtniveau. Zu den Hauptleidtragenden gehören Wentorf/Aumühle, Ahrensburg, Reinbeck, Großhansdorf sowie West Wedel, Schenefeld, Rellingen und Halstenbek. Zwar sind Häuser im Umland durchschnittlich weiter um bis zu 200.000 Euro günstiger als im Stadtgebiet, der Abstand aber schwindet. Als vergleichsweise günstige Investition sehen Immobilienexperten zum Beispiels Häuser in Kaltenkirchen, die bislang noch weniger als 2000 Euro pro Quadratmeter einfordern.

 

STEIGENDE PREISE AUCH BEI EIGENTUMSWOHNUNGEN

 

Ähnlich sieht es bei Eigentumswohnungen aus. Im Stadtgebiet stiegen die Preise um 4,2 Prozent an, im Umland sogar um 9 Prozent. Zwar ist das Preisniveau in der Region mit 2295 gegen 4483 Euro pro Quadratmeter immer noch deutlich niedriger als in der Stadt, die Differenz aber verringert sich. Nicht umsonst wollen sich viele Kunden die überteuerten Preise erst gar nicht mehr leisten. Ein kleiner Lichtblick im Wohnwahnsinn ist das niedrige Zinsniveau, das Käufern mit genügend Eigenkapital trotz der Wucherpreise zu Wohneigentum verhelfen kann. Wer sich für die richtigen Umlandgemeinden oder Stadtteile entscheidet, kann sich seinen Wohntraum trotzdem erfüllen.


Matthias Schwier

schwier & partner Immobilien

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